Deutsche in Neuseeland

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Zwischen 1843 und 1914 kamen mindestens zehntausend Deutsche Auswanderer nach Neuseeland.  Sie bildeten damit nach den Briten die zweitgrößte Einwanderergruppe.

Viele Einwanderer kamen vom gebildeten Mittelstand und ihr Beitrag zu den kulturellen, naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Bereichen Neuseelands im neunzehnten Jahrhundert war beachtlich und ist allgemein anerkannt worden.  1843 trafen 123 Auswanderer mit der “St Pauli” in Nelson ein und gründeten im nahen Moutere Valley den Ort “St Paulidorf”.  Ein Jahr später kam eine zweite Gruppe auf der “Skiold” nach Nelson und gründete südlich von Nelson den Ort Ranzau, der 1914 in “Hope” umgenannt wurde.  Die deutschen Einwanderer führten als Erste den Weinbau in Neuseeland ein und betrieben umfangreichen Obst- und Hopfenanbau.  Noch heute sind die Gebiete der ehemaligen deutschen Siedlungen in und um Nelson für ihren Obst-, Wein- und Ackerbau bekannt.

Im Jahre 1860 kamen zwei Gruppen Deutscher über Australien nach Neuseeland.  Die erste Gruppe ließ sich im Rangitikei Gebiet um Marton nieder und gründete eine landwirtschaftliche Siedlung mit deutscher Schule und Kirche.  Die zweite Gruppe erwarb Land und gründete die Orte Houhora und Awanui in Northland (nördlich von Kaitaia).

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AUCKLAND
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WELLINGTON
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CHRISTCHURCH
DUNEDIN
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Kaitaia
Tauranga
New Plymouth
Invercarcill
Gore
Hokitika
Napier
Nelson
Marton
Hamilton
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Eine der bestbekanntesten deutschsprechenden Siedlungen entstand in Puhoi, 50 km nördlich von Auckland.  Sie wurde 1863 von Egerländern gegründet.  Eine weitere böhmische Siedlung entstand in Ohaupo, 20 km südlich von Hamilton.

Der Goldrausch zog viele Deutsche an.  Mehr als 600 waren allein in der Provinz Westland tätig.  Ebenso waren 5% der Bevölkerung von Hokitika Deutsche.  German Hill war 1865 eines der bekanntesten Goldfelder nahe Omakau, in Central Otago, wo tausende von Goldgräbern ihr Glück versuchten.

In den Jahren nach 1870 begann eine Phase intensiver Erschließung des Landes durch den Bau von Straßen, Eisenbahnen sowie Rodungen des Urwaldes für den Ackerbau.  Die Regierung unterstützte die Immigration und Arbeiter wurden angeworben, darunter auch Deutsche und  nach Neuseeland gebracht.  Das führte zu einer Reihe neuer deutscher Siedlungen in den Provinzen des Landes.  Allein zwischen den Jahren 1874 und 1876 kamen über 1300 deutsche Auswanderer in Wellington an und wurden in den Provinzen Wellington und Taranaki (New Plymouth) sesshaft.

 

Eine große Zahl der unterstützten Immigranten, die nach Canterbury kamen, wurden zuerst als Wald- und Straßenarbeiter nahe Oxford (60 km nordwestlich von Christchurch) eingesetzt.  In den 1880er Jahren entwickelten immigrierte Deutsche das Obst- und Gartenbaugebiet Marshlands bei Christchurch.  Andere zogen nach Otago und gründeten die Siedlungen Allenton und Waihola, 20 bezw 40 km südwestlich von Dunedin.  Dem Vorstoß der Eisenbahn folgten deutsche Siedler nach Southland, in der Hauptsache nach Gore.  Ihre Nachkommen gehören heute zu den erfolgreichsten Landwirten der Umgebung.

Die Deutschen wurden in die englischsprechende Gesellschaft schnell integriert.  Schon in der zweiten Generation wurde, im Allgemeinen, kein Deutsch mehr gesprochen.  Die Gemeinden, die sie gründeten, sind bis auf wenige Ausnahmen längst vergessen.

Heute schätzt man, dass etwa 200.000 Neuseeländer mit deutschem Ursprung in Neuseeland leben.  Bei der Volkszählung im Jahr 2013 gaben 12.900 Einwohner als ihren Geburtsort Deutschland an.

Seeroute nach Neuseeland
Immigrantenschiff
Hafen von Nelson um 1840
© J Schubert 2016